Was Spreads sind und alles, was damit zusammenhängt
Spreads bezeichnen die Differenz zwischen dem Bid-Preis (Verkaufspreis) und dem Ask-Preis (Kaufpreis) eines Vermögenswerts. Sie sind ein wesentlicher Bestandteil der Trading-Kosten und können sich je nach Marktlage verändern. Nachfolgend finden Sie die wichtigsten Faktoren, die Spreads beeinflussen:
Verwendete Lotgröße
Unser Trading-System ist darauf ausgelegt, reale Marktbedingungen abzubilden. Wenn Sie mit größeren Lotgrößen handeln, kann die Ausführung Ihrer Order etwas länger dauern, und der Preis kann leicht abweichen, weil auf einem einzelnen Preisniveau nur begrenzte Liquidität verfügbar ist.
Wirtschaftliche Ereignisse und High-Impact-News
Wichtige wirtschaftliche Veröffentlichungen wie Zinsentscheidungen, Arbeitsmarktberichte oder geopolitische Ereignisse erhöhen häufig die Marktvolatilität. In solchen Phasen können sich die Spreads ausweiten, während sich der Markt an neue Informationen anpasst.
Phasen niedriger Liquidität
Spreads können in Zeiten geringer Marktaktivität größer werden, zum Beispiel an Wochenenden, Feiertagen oder während Handelssitzungen mit niedrigem Volumen. Das geschieht, weil es weniger Käufer und Verkäufer gibt und Trades deshalb schwieriger zu engen Spreads ausgeführt werden können.
Was ist Slippage und wie entsteht sie?
Slippage tritt auf, wenn es einen Unterschied zwischen dem Preis gibt, den Sie für einen Trade zu zahlen oder zu erhalten erwarten, und dem tatsächlichen Preis, zu dem der Trade ausgeführt wird. Dies ist ein häufiges Phänomen im Trading, insbesondere in schnell laufenden oder illiquiden Märkten, und kann entweder zu einem besseren oder schlechteren Preis führen, als Sie erwartet haben.
Wie und wann tritt Slippage auf?
Slippage entsteht durch die Zeitverzögerung zwischen dem Platzieren einer Order und ihrer Ausführung, selbst wenn diese Verzögerung nur einen Bruchteil einer Sekunde beträgt. In diesem kurzen Zeitraum können sich die Marktbedingungen verändern, was zu einem anderen Ausführungspreis führt. Hier ist der Grund dafür:
Marktvolatilität
In Phasen hoher Volatilität, etwa bei wichtigen Nachrichtenereignissen, können sich die Preise sehr schnell verändern. Dadurch wird es schwieriger, Ihren Trade genau zu dem Preis auszuführen, den Sie angefragt haben.
Liquiditätslücken
In Märkten mit niedriger Liquidität gibt es möglicherweise nicht genug Käufer oder Verkäufer zu Ihrem gewünschten Preis. Infolgedessen kann Ihre Order zum nächstverfügbaren Preis ausgeführt werden, was zu Slippage führt.
Was verursacht Slippage?
Mehrere Faktoren tragen zu Slippage bei, von denen sich viele mit den Faktoren überschneiden, die auch Spreads beeinflussen:
High-Impact-News und wirtschaftliche Ereignisse
Schnelle Preisbewegungen während wichtiger Ereignisse können die Geschwindigkeit der Orderausführung übertreffen und dadurch Slippage verursachen.
Phasen niedriger Liquidität
Während Feiertagen, an Wochenenden oder in Handelssitzungen außerhalb der Hauptzeiten kann eine geringere Zahl von Marktteilnehmern zu größeren Kurslücken führen und damit die Wahrscheinlichkeit von Slippage erhöhen.
Große Lotgrößen
Wenn Sie mit großen Volumina handeln, verfügt der Markt möglicherweise nicht über ausreichende Liquidität zu Ihrem gewünschten Preis. Dadurch kann Ihre Order teilweise auf unterschiedlichen Preisniveaus ausgeführt werden, was zu Slippage führt.
Der Marktrollover und seine Auswirkungen auf das Trading
Der Rollover im Forex-Markt findet typischerweise zwischen 23:00 und 00:00 Uhr CET statt und markiert das Ende eines Handelstags sowie den Beginn des nächsten. In diesem kurzen Zeitraum fällt die Liquidität stark ab, da große Finanzinstitutionen ihre Positionen zurücksetzen, wodurch sich der Bid-Ask-Spread erheblich ausweiten kann. Diese vorübergehende Ausweitung der Spreads kann für Trader zu zwei wesentlichen Problemen führen:
Stop-Loss-Orders können vorzeitig ausgelöst werden, nicht aufgrund einer tatsächlichen Preisbewegung, sondern wegen des künstlich ausgeweiteten Spreads.
Orders mit hoher Slippage können zu anderen und ungünstigeren Preisen ausgeführt werden als erwartet, weil nur begrenzte Liquidität verfügbar ist.
Um diese Risiken zu vermeiden, wird empfohlen, den Handel im Zeitfenster von 23:00 bis 00:00 Uhr CET zu pausieren und erst nach 00:05 Uhr CET fortzusetzen, wenn sich die Liquidität stabilisiert hat. Vermeiden Sie während des Rollovers enge Stop-Losses oder Market Orders — insbesondere bei volatilen oder exotischen Währungspaaren. Das Verständnis des Rollover-Verhaltens hilft Ihnen dabei, Ihre Trades vor unnötigen Verlusten durch Spread-Ausweitungen zu schützen.
Warum ist es wichtig, Spreads und Slippage zu verstehen?
Schwankungen bei Spreads und das Auftreten von Slippage sind ein normaler Bestandteil des Tradings in einem dynamischen Markt. Wenn Sie diese Konzepte und ihre Ursachen verstehen, können Sie besser einschätzen, wie sie sich auf Ihre Trading-Strategie auswirken können.
Hinweis:
Bei BrightFunded ist es unsere Priorität, Tradern eine verlässliche Erfahrung und eine reibungslose Orderausführung unter realen Marktbedingungen zu bieten. Slippage ist ein inhärenter Bestandteil des Tradings und spiegelt genau wider, wie Finanzmärkte funktionieren. Um Fairness und Transparenz sicherzustellen, simulieren wir reale Marktbedingungen, sodass Trader auf eine Umgebung treffen, die dem Live-Trading sehr nahekommt. Daher kann Slippage — genau wie an echten Märkten — gelegentlich als normaler Bestandteil der üblichen Trading-Dynamik auftreten.
